Mompl3

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Lydia Nüüd

„MOMPL“


Bedeu­tun­gen:
[1] Inter­net Chat­spra­che: Abkür­zung für Moment plea­se „einen Augen­blick bit­te (im Sin­ne von: war­te mal kurz)“

Tem­po­rä­re Instal­la­tio­nen — Inter­ven­tio­nen im öffent­li­chem Raum — ent­ste­hen ohne lang­wie­ri­ger Pla­nung im Vor­feld. Hin­ge­gen die Objek­te: gehä­kel­te Strei­fen, Säu­len, abs­trak­te Gestal­ten usw, ent­ste­hen in einem lan­gen, medi­ta­ti­ven Arbeits­pro­zess.

Auf­ge­baut nach modu­la­rem Prin­zip, stel­len die Arbei­ten eine Moment-auf­nah­me dar. Leicht, spie­le­risch und humor­voll zie­hen sie alles umlie­gen­de in eine Insze­nie­rung. Eine Art „Kal­li­gra­phy in the Air“, „Flash Art“, mit Anspie­lun­gen, Andeu­tun­gen und Zita­ten. Die Umge­bung: Archi­tek­tur, Natur lie­fern Inspi­ra­tio­nen und Ideen.  Unmit­tel­bar und spon­tan machen die Arbei­ten uns auf etwas Auf­merk­sam, offen­ba­ren Zusam­men­hän­ge, die sonst im All­tag häu­fig ver­bor­gen blei­ben.

Die Arbei­ten sind „kurz­le­big“ und wer­den nach dem Som­mer­fest abge­baut.

Mate­ri­al: Ver­pa­ckungs­schnur
Tech­nik: gehä­kelt

Ort: Schloss Burg Name­dy
2022

„Kern­Blick“: Die
Instal­la­ti­on von Lydia Nüüd möch­te zu einem dif­fe­ren­zier­te­ren Welt­bild
anre­gen, zum Nach­den­ken über die Dra­ma­tik des Mit­ein­an­der-Seins, des
Zuein­an­der-Fin­dens. Dazu, Koexis­tenz nicht als nöti­ges Übel, son­dern als
ein­zi­ge Alter­na­ti­ve, als Chan­ce und Per­spek­ti­ve zu begrei­fen.
Des­halb
ist die Arbeit als dyna­mi­scher, inter­ak­ti­ver Pro­zess zu ver­ste­hen, als
ein Objekt, das bereits mit sei­ner Gestal­tung Gren­zen auf­löst. Denn in
dem Moment, in dem sich der Blick auf die bei­den über­ein­an­der
ange­brach­ten geo­me­tri­schen Kör­per kon­zen­triert, wird die Ein­gren­zung,
die Kon­zen­tra­ti­on über­wun­den, sobald man in die Öff­nun­gen hin­ein­schaut
und in ihnen inne­re Emp­fin­dun­gen genau­so gespie­gelt fin­det wie die
umge­ben­de Natur. Eine unge­wohn­te Fokus­sie­rung, ein „Kern­Blick“, der die
Koexis­tenz bei­der Wel­ten zumin­dest optisch mög­lich macht.

Dr. Lie­se­lot­te Sauer-Kaulbach

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